Biosphärenpark Volksschule 5582 St. Michael im Lungau
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Kasmandlgedichte

Grüaß enk Gott, liabe Leut!                                                   
Jetzt san ma schon wieda da -                                        
sís wegs nit zan glabn,                                                   
dass schoa umgonga is des Jahr.     

                               

Auf´m Weg daher han i was g´heart.                               
He Mandla! Des is is Zualosn wert.                                
Über uns hat´s sogar a Theaterstück gebn.                     
Des hätten wir woi a gern gsehn!   

                               

Die Nächt  san lang und entsetzlich kalt,                         
zan fürchtn is im finstern Wald.                                  
Oanmal hat´s überhaupt schoa soviel gschniebn,            
drum hat ins des Sauwetta va de Berg ochatriebn.    

                                                                                
Tua nit so lang umanander redn -                            
lass die andern a eana Sprücherl vazöhn!    

        

I bin des Kasmandl von da Sticklahüttn                         
in Winta han i oft schoa Hunger glittn.
En Michstübi lassn si ma völlig nix zan essn
und daust habn alls die Hirschn gfressn.

 

I bin des Kasmandl von da Moritzn,
muass en Winta öfta schwitzn.
Sind de Kas oft neama zan dabeißn,
tua i ma a Gambsal abareißn.

 

I kimm aus´n Go - Toi von da Schattseitn,
i muass gar nia Hunger leidn.
Bei da Hanslalm im Keller
liegt oft a Bratl auf´n Teller.

 

I bin ja noch so kloa
und trau mi nix z´sagn.
I kann höchstens dein Bucklsack tragn.

 

I bin schoa viel größer und
han die lenkasten Haxn.
Am liabsten tua i Jaga tratzn.
Und wann mi oana dawischt
und schaut mi stach a(n),
dann nimm i mein Steckn
und renn schnell davon.

 

I bin heuer a oamal grennt
als hätt mir wer den Bart versengt.
Da Blitz is nebn mir in Bam eini g´fahrn,
docht hätt i wegs mei Hosn verlorn.

 

I bin weit braver wia de zwoa.
I bin ja noch a bissl kloa.
Fürs Wachsen han i oft a Rührmilch trunkn,
da hat´s in da Hüttn ganz schea gstunkn.

 

Da Sennerin bring i manchmal a Wei(n)dl,
dafür stie(hl) i ma va ihr a Neidl.
Des fesche Diandl mag i so gern,
wann ach´s a iawat laut schimpfn tuat hörn.

 

Ist sie nit a fesche Henn 
unser liabe Senneren?
Sie is allwei so a guate Haut
und hat den ganzn Summa 
brav auf die Kasmandla g´schaut!
Küah mechn und Butter rührn
alls kann sie machn.
Aber am besten tuat sie Nudl bachen!

 

Ja Nudl bachen kann sie schoa,
netta doppelt so viel sollt sie auf´n Teller toa!
Beim Jausna dawisch i gar nia gnuag
drum bin i so a mogach Bua. 

 

Sennerin:
Liabe Leut, jetzt habt´s es g´hört,
wias mir mit meine Mandla so geaht. 
Der oane is zfriedn und
de dean´t jammern
manchmal deant se ziemlich gstamern.
Jetzt woaß i nix mehr zan vazöhln
ba mir is nia wos Bsunders gwen.
.... Aber da fällt mia ein:
I kunnt jo schea bittn,
um an kloan Vorrat für unsa Hüttn!

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